Erichlandwehr tritt gemeinsam mit der CDU zur Wahl 2014 an!
Das hat er gestern zusammen mit dem CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Klaus Dirks und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Gärtner mitgeteilt. Er wolle gemeinsam mit der CDU zur Kommunalwahl am 25. Mai antreten, um auch das gute Miteinander mit der Partei zu unterstreichen.
Die politische Arbeit werde dann auch nicht durch einen »Dauerwahlkampf« gelähmt, der drohen könnte, wenn die Bürgermeisterwahl erst im Jahr 2015 stattfindet. Weiter habe die Erfahrung gezeigt, dass die Wahlbeteiligung bei reinen Bürgermeisterwahlen niedriger sei. »Damit ist die politische Legitimation dann auch nicht so stark.« Schließlich habe er die Einführung der unterschiedlichen Wahlperioden für den Bürgermeister durch die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf seinerzeit bereits kritisch gesehen und sei deswegen glücklich, dass die Termine jetzt wieder vereinheitlicht werden sollen.
Aus diesem Grund wird die nächste Kommunalwahlperiode auch sechs Jahre dauern, also bis 2020. Dann sollen in allen Kommunen die Rats- und Bürgermeisterwahlen wieder auf einen Termin fallen. Letztlich spare das die Stadt auch Geld, und zwar etwa 50 000 Euro, vorausgesetzt, Landrat Sven-Georg Adenauer entscheidet sich auch für einen Wahlantritt im kommenden Jahr.
Nicht bis zum letztmöglichen Termin (30. November) zu warten, das gebiete auch die Fairness, damit auch der politische Gegner sich auf die Suche nach einem Kandidaten machen könne. Erichlandwehr ist der erste Bürgermeister im Kreis Gütersloh, der seine Absicht kundtut. Bislang hat nur Maria Unger (Gütersloh) mitgeteilt, dass sie bis zum Ende ihrer Amtszeit bleibt, um dann nicht mehr zu kandidieren.
Er sei nicht von der CDU zu einer Entscheidung gedrängt worden, betonte Erichlandwehr. »Ich habe mich mit der Familie und Freunden beraten und dann Anfang dieser Woche Partei- und Fraktionsspitze informiert.«
»Wir begrüßen diese Entscheidung sehr«, sagte Klaus Dirks. Der Vorstand werde nun Erichlandwehr als Kandidaten nominieren. Der Termin der Mitgliederversammlung stehe bereits fest, es sei der 24. Januar, dann würden auch die Kandidaten für den Rat und den Kreistag aufgestellt.
Eine starke CDU nutze dem Bürgermeister und ein starker Bürgermeister der CDU, sagte Klaus Dirks. Der enge Schulterschluss bedeute nicht, dass man immer einer Meinung sei. »Bei uns werden viele Themen kontrovers diskutiert. Das führt häufig sogar zu einem besseren Ergebnis.«
Auch Jürgen Gärtner zeigte sich zufrieden. »Wir können auf eine erfolgreiche aktuelle Ratsperiode mit Hubert Erichlandwehr verweisen, das ist eine komfortable Ausgangsposition für die kommende Wahl.« Er setze nicht auf Platz sondern auf Sieg. »Dann weiß der Bürgermeister uns an seiner Seite, und umgekehrt ist es genauso.«
Seine Partei habe keinen Grund, hochnäsig in die Wahl zu gehen, wohl aber einen Grund, dies selbstbewusst zu tun. In der kommenden Periode warteten spannende Herausforderungen, beispielsweise der Aufbau der neuen Stadtwerke.