CDU über Scheitern des Kooperationsmodells „Gemeinsame Gesamtschule mit Verl“ enttäuscht

Eltern entscheiden durch Ihr Anmeldeverhalten die Schulform in SHS!

- Die Entscheidung über den Fortbestand der Haupt- und Realschule treffen die Eltern durch ihr Anmeldeverhalten – nicht die Politik vor Ort! -

Bekanntlich hat sich die CDU seit Jahren für das traditionelle Schulsystem – bestehend aus Haupt-, Realschule und Gymnasium – stark gemacht.

In Erinnerung geführt werden muss, dass die Existenz des Gymnasiums in Schloß Holte-Stukenbrock allein auf die Bemühungen der CDU gegen große Widerstände der SPD und Bündnis 90/Die Grünen zurückzuführen ist.

Bis zuletzt galten die Bemühungen der CDU dem Erhalt des bisherigen Schulangebotes, wobei bereits vor 1 – 2 Jahren SPD und Bündnis 90/Die Grünen schon der Gesamtschule erste Priorität eingeräumt haben. Die CDU hat mit ihrer Mehrheit damaligen Überlegungen zur Einführung einer neuen Schulform eine Absage erteilt, um einen ruhigen Entscheidungsprozess einzuleiten und der Hauptschule Zeit zu verschaffen, stabile Anmeldezahlen zu erreichen.

Leider zeigt der Trend bei den Anmeldezahlen, dass die Akzeptanz der Hauptschule weiter abnimmt und die vielfältigen Bemühungen zur Verbesserung der Anmeldeanzahlen nicht gefruchtet haben. Das Ergebnis ist, dass bei Nichterreichen einer 2-Zügigkeit an der Hauptschule spätestens Anfang des nächsten Jahres zwingend über eine neue Schulform entschieden werden muss.

Zuletzt lagen die Hoffnungen auf dem Kooperationsmodell mit Verl, welches zumindest die Existenz der Realschule gesichert hätte. Leider kann dieses Kooperationsmodell nicht umgesetzt werden, so dass nunmehr neben der Hauptschule auch die Realschule in Ihrer Existenz betroffen ist.

Wir bedauern diese Entwicklung ausdrücklich, sehen jedoch unter Abwägung aller Umstände keine realistische Chance mehr auf Erhalt der Hauptschule und dann auch nicht der Realschule.

Die Enttäuschung der Eltern, SchülerInnen und Lehrer können wir verstehen und nachvollziehen.

Bei aller Enttäuschung bitten wir jedoch um eine objektive Beurteilung der den obigen Sachzwängen geschuldeten politischen (Vor-)Entscheidung.

Für das Verhalten der CSB, die sich nun als potentieller Retter der Haupt- und Realschule anbiedert und mit unkorrekten Aussagen („die Hauptschule kann auch 1-zügig fahren“!) unverändert Hoffnung auf den Erhalt des bisherigen Schulsystems macht, haben wir kein Verständnis. Führt dies doch zu einer großen Verunsicherung bei den Betroffenen. 

Die CDU hat immer für den Erhalt des bisherigen Schulsystems gekämpft! Anderslautende Aussagen sind einfach falsch. Jedoch können wir die rückläufigen Anmeldezahlen an der Hauptschule auch bei bestem Willen nicht verdrängen. Sollten die Anmeldezahlen im nächsten Jahr keine 2-Zügigkeit der Hauptschule sicherstellen, muss zwingend eine neue Schulform eingeführt werden. Hierfür kommt aus Sicht der CDU dann nur die Gesamtschule in Frage.

Aber - sollte das Anmeldeverfahren Anfang des nächsten Jahres eine 2-Zügigkeit der Hauptschule sichern, bliebe zumindest vorläufig alles beim Alten.

Die Entscheidung über den Fortbestand der Haupt- und Realschule treffen letztendlich die Eltern durch ihr Anmeldeverhalten – nicht die Politik vor Ort!

Klaus Dirks
Vorsitzender