Schulentwicklung - Durch einen Dialog mehr erreichen

CDU im konstruktiven Informationsaustausch mit Elternvertretern und Schulleitungen sämtlicher Schulen vor Ort

Für einen Gedankenaustausch zum Thema Schullandschaft trafen sich Vertreter der CDU Schloß Holte-Stukenbrock mit Elternvertretern und Vertretern der Schulleitungen sämtlicher Schulen vor Ort. „Wir wollen hier heute keine Beschlüsse fassen, wollen aber wissen, wie die Lage vor Ort ist“, machte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Jürgen Gärtner, zu Anfang deutlich. Mit dem Treffen ging es der CDU nicht darum, ein Schulkonzept der Stadt überzustülpen. Vielmehr beabsichtigt die CDU jeden Schritt genau zu überlegen und vor allem die betreffenden Personen wie Lehrer, Eltern und Schulleiter mit einzubeziehen. „Dieses Treffen ist toll“, meinte ein Elternvertreter der Realschule. „Es ist uns wichtig in den Entscheidungsprozess mit einbezogen zu werden.“

Der von der Fraktion eingeladene Bürgermeister Hubert Erichlandwehr erläuterte anfangs noch einmal den bekannten Werdegang der Entscheidungsfindung. Dabei unterstrich er, dass letztendlich die Eltern der jetzigen Klassen zwei und drei die Entscheidung treffen werden, da sie es sind, die ihre Kinder an einer entsprechenden Schule anmelden. „Die teilweise egoistischen Alleingänge angrenzender Kommunen dürfen wir uns nicht zum Vorbild nehmen“, meint der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Klaus Dirks. Es sei unbedingt notwendig, nicht nur in einen Dialog mit den Betroffenen vor Ort einzutreten, sondern auch mit dem Kreis und die Nachbarkommunen. Dies sei leider viel zu wenig geschehen und setzt somit Kommunen unnötig unter Zeit – und Handlungsdruck, resümiert Dirks.

In der Diskussion wurde deutlich, dass die hiesige Lisa-Tetzner-Schule eine sehr gute Arbeit leistet. Hauptsächlich habe die von den Schulen ausschließlich genannte „Lisa-Tetzner-Schule“ mit dem negativen Image der „Hauptschule“ zu kämpfen. „Die Eltern, die ihre Kinder auf unsere Schule schicken, sind vollkommen zufrieden und fühlen sich gut beraten“, meint ein Lehrervertreter der Lisa-Tetzner-Schule. Doch immer wieder hören die Lehrer der Grundschule, dass die Eltern „Bauchschmerzen“ bekämen, wenn sie darüber nachdenken, ihr Kind auf eine Hauptschule zu schicken. Als ein Gefühl, das völlig fehl am Platz ist, bezeichnet es auch die Schulleitung des Gymnasiums. Vor allem das Schulsystem in Schloß Holte-Stukenbrock sei vollkommen durchlässig. Es käme immer wieder vor, dass Schüler einer weiterführenden Schule in die jeweils „höhere“ Schulform wechseln und das ohne größere Probleme. In der Stadt besteht auch das Angebot der G8-Schullaufbahn mit einem gymnasialen Werdegang. Ebenso die G9-Laufbahn in Kombination von Realschule oder auch Hauptschule mit anschließender Oberstufe am Gymnasium wird angeboten.

Die Vertreter der Schulen sind sich einig, dass man in Schloß Holte-Stukenbrock nicht übereifrig reagieren und die Entwicklungen in den Nachbarkommunen erst einmal genau beobachten sollte. „Natürlich darf es nicht in unserem Sinne sein, unsere Kinder in die Nachbarkommunen zu verlieren“, sagt ein Mitglied der Stadtverwaltung. Doch seien Kinder aus anderen Kommunen wie beispielsweise Augustdorf herzlich willkommen, die hiesigen Schulen zu besuchen.

„Der Dialog war ein vollkommener Erfolg“, resümiert Gärtner. „Wir werden auf jeden Fall weiter im Gespräch mit sämtlichen Schulvertretern bleiben und weiter ein Ohr an der Bevölkerung haben.“ Die CDU zeigt mit diesem Treffen, dass sie den Entscheidungsprozess verantwortungsvoll begleitet und gestaltet. Die CDU wird sich die Zeit nehmen, mit allen Verantwortlichen zu sprechen, um so unabhängig von möglichen politischen Präferenzen den insbesondere für die Schülerinnen und Schüler unserer Stadt besten Weg zu finden. Dieses Vorgehen, so hat es der Dialog gezeigt, wird von den anwesenden Schulvertretern vollkommen unterstützt.